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LadiesCom 2.0 – dann halt im Netz!

Die virtuelle LadiesCom 2.0 war sicherlich bewegungsärmer als die „echte“ Tagung im Sport- und Tagungszentrum  Hachen – aber keineswegs erkenntnisärmer. Die Organisatorinnen haben Corona die Stirn geboten und die Veranstaltung kurzerhand ins Netz verlegt. Eine gelungene Idee, die nur noch den digitalen, interaktiven Pausenkaffee vermissen lässt.

Text: LSB NRW Fotos: Andrea Bowinkelmann


Kommst Du nicht zur LadiesCom, kommt die LadiesCom eben zu Dir! Die LadiesCom ist das jährliche Netzwerktreffen der Frauen im Sport. In diesem Mai sollte es nach einem fulminanten Start in 2019 zum zweiten Mal stattfinden. Doch Corona hat einen Strich durch das Wochenende im Sauerland  gemacht.

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit Westlotto und unterstützt durch die Staatskanzlei NRW haben die LadiesCom dennoch stattfinden lassen – virtuell und in einer Kurzversion. Am Samstag, 16. Mai trafen sich rund 80 Frauen aus NRW, aber auch aus anderen Bundesländern im Internet.

„Was brauchen Zukunftsmacherinnen?“

Der Tag startete mit der Frage „Was brauchen Zukunftsmacherinnen?“ und einem Blick über den Tellerrand des Sports auf eine ganz andere Branche. Die norddeutsche Hotelkette Uptalsboom hat ihre Unternehmenskultur vor einigen Jahren auf links gekrempelt und Werte als Maß allen Tuns installiert. „Führung ist Dienstleistung, kein Privileg“, heißt es dort seither.

Was kann der Sport von Uptalsboom lernen? Wie kann Führung transparent, wertschätzend und auf Augenhöhe gestaltet werden? Die Fragen, die über den Chat an die beiden zugeschalteten Uptalsboomerinnen und an Eva Selic und Mona Küppers gestellt wurden, veränderten im Laufe der Diskussion ihre Stoßrichtung: Was brauchen Zukunftsmacherinnen, um den Sport gestalten zu können? Und: Welche Werte stützen und stärken Euch im Netzwerk? Es entstanden zwei Wort-Wolken mit Werten, die sich die Frauen im Sport wünschen – wichtige „Take Home“-Impulse für alle Teilnehmerinnen.


 

Eva Selic (l.) und Mona Küppers: „Gute Ideen, Querdenken, offener Austausch war auch virtuell möglich“ 


Keine Tagung ohne Workshops –
dann eben virtuell

Es gab acht Räume, in denen Referentinnen zu verschiedenen Themen sprachen oder auch mit ihren Teilnehmerinnen arbeiteten. Digitales Netzwerken, das richtige Mindset, kreative Techniken für frisches Denken wurde angeboten, aber auch ein Workout vor dem heimischen Bildschirm mit Olympia-Teilnehmerin Yasmin Kwadwo.

Die LadiesCom 2.0 endete mit einem Facebook Live-Auftritt der Fußball-Kommentatorin Claudia Neumann. Sie las aus ihrem Buch „Hat die überhaupt ne Erlaubnis, sich außerhalb der Küche aufzuhalten?“ und berichtete über ihren steinigen Werdegang als Frau in einer Männerdomäne und Shitstorms, die sie leider dabei begleiten.

Was bleibt? „Gute Ideen, Querdenken, offener Austausch war auch virtuell möglich“, fasste Mona Küppers den Tag abschließend zusammen. Zukünftig werde man weitere Netzwerkformate ausprobieren – doch den gemeinsamen Pausenkaffee kann eine virtuelle Veranstaltung nicht ersetzen.  Das resümierte auch das Organisations-Team,  welches hinter den Kulissen schon weiter plant. Neue digitale Angebote sollen zukünftig  mit Präsenzveranstaltungen verknüpft werden,  um die Vorteile von analog und digital perfekt zu nutzen.

 

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