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„Sportlich unterwegs auf dem politischen Parkett“

Beim ersten „digitalen Stammtisch“ der Frauen im Sport in NRW steht die politische Teilhabe auf kommunaler Ebene – mit und ohne Mandat – im Vordergrund. Zusammen mit Expertinnen und Mitwirkenden in der Kommunalpolitik diskutierten die rund 30 Teilnehmerinnen am 27. August über Herausforderungen und Chancen von Frauen in der Politik und die verschiedenen Möglichkeiten der Teilhabe.

Text: LSB Fotos: Dorota Sahle


Stammtischparolen, wie „Die da oben machen doch sowieso, was sie wollen“, hatten beim ersten „Digitalen Stammtisch“ keinen Platz!  Ganz im Gegenteil: Die Teilnehmerinnen waren mehrheitlich positiv gestimmt, dass ihre Stimme bei der kommenden Wahl eine Veränderung bewirken kann. Unter dem Titel „Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen – sportlich unterwegs auf dem politischen Parkett“ wurde online über die verschiedenen Möglichkeiten der politischen Partizipation diskutiert. Neben dem Impulsvortrag von Manuela Möller (Director EAF) konnten Friederike Hegemann (Erst-Kandidatin) und Sabine Grajewski (SSB Oberhausen) spannende Einblicke in ihre politische Arbeit vor Ort geben. Die interaktive Veranstaltung schuf neben den Impulsen der Expertinnen zahlreiche Möglichkeiten, sich auszutauschen, was die Teilnehmerinnen u. a. „sachkundige Bürgerinnen im Sportausschuss“ aktiv für sich nutzen.

Frauen verbündet euch

Manuela Möller, die für die EAF Berlin das Helene Weber Kolleg, eine parteiübergreifende Plattform für Frauen in der Politik, koordiniert und MAYORESS, ein EU Projekt an dem Bürgermeisterinnen in NRW teilnehmen, verantwortet, resümierte den Abend mit einem Spruch aus der Frauenbewegung „Frauen bildet Banden“. Sie ermutigte die Teilnehmerinnen aktiv, nach Verbündeten für ihr Vorhaben zu suchen. Zusätzlich betonte sie, dass Sport politisch sein darf und klug agieren muss, um gezielte Maßnahmen in der Kommune anzuregen bzw. durchzusetzen.


Mitwirkende (v.l.) beim digitalen Stammtisch: Ramona Dziwornu (LSB NRW), Laura Stahl (LSB NRW), Mona Küppers (LSB NRW) – untere Zeile: Manuela Möller (EAF Berlin), Freddy Hegemann ( Erst-Kandidatin) und Sabine Grajewski (SSB Oberhausen)


Friederike „Freddy“ Hegemann, Vorsitzende der Interessensgemeinschaft Künsebeck, hat Manuela Möller schon beim Wort genommen und neue Verbündete bei den Grünen gesucht. Die anfänglich parteilose Freddy stellte klar, dass sich in der Kommune alleine, parteilos und fraktionslos wenig bewegen lässt. „Ich habe ‚ja‘ zu der Verantwortung gesagt. Darum kandidiere ich für das Mandat“, antworte sie auf Nachfrage von LSB-Vizepräsidentin Mona Küppers. Nach langjähriger Erfahrung in der Interessengemeinschaft hat sich ihr Weg in die Kommunalpolitik abgezeichnet: „Dort werden die Entscheidungen getroffen“.

Neben Manuela Möller und Freddy Hegemann hatte der Landessportbund NRW auch Sabine Grajewski, Geschäftsführerin des SSB Oberhausen als Expertin eingeladen. Durch ihre Position als Geschäftsführerin hat sie den direkten Draht zu den Entscheider*innen in der Kommunalpolitik. U.a. berichtete sie über die gezielte Einladung von Politiker*innen zu Gleichstellungs- und Sport-Themen im Rahmen des Frauennetzwerks Oberhausen. Vorab hatte die engagierte Zukunftsmacherin einen umfassenden Fragekatalog erstellt und konnten die Politiker*innen auf „Herz und Nieren“ prüfen.

Sichtlich zufrieden über das neue Format und die rege Beteiligung zeigte sich auch Mona Küppers, die durch den 90-minütigen Abend geleitet hat: „Tolle, engagierte Frauen und ein super Austausch – davon gerne mehr“.      


Der „digitale Stammtisch“ ist eine Veranstaltungsreihe, die vom Landessportbund NRW in Kooperation mit der Staatskanzlei NRW im landesweiten Programm „Mehr Chancen für Mädchen und Frauen im Sport“ durchgeführt wird. Die virtuelle Veranstaltung bietet dem Netzwerk der Frauen im NRW-Sport eine Möglichkeit des informellen Austausches zu aktuellen Themen rund um den Sport. Der nächste „digitale Stammtisch“ wird voraussichtlich Mitte Oktober stattfinden.


 

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