Erzähl doch mal!

Sie haben die ersten inklusiven Sport-Lehrgänge ins Leben gerufen, waren bei den Olympischen Spielen 1972 involviert, haben nach der Wende deutsch-deutsche Mannschaften geleitet oder waren einfach von Anfang an dabei. Sie sind unsere Zeitzeug*innen: die Ehrenamtlichen Ü50. Ihre Geschichten und Erfahrungen erzählen sie hier auf der #SPORTEHRENAMT-Seite – schaut immer wieder rein, denn wir recherchieren das ganze Ehrenamtsjahr über.


Eine Liebeserklärung an das Sportehrenamt. 

Das ist mit dem ZEIT*ZEUGEN-Magazin des Landessportbundes NRW gelungen. Das Magazin erzählt von zahlreichen Ehrenamtler*innen, ihren Geschichten, ihrem Engagement, gewürzt mit biografischen Akzenten.

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  • Zeitzeug*innen waren DABEI.
    Kleiner Aufruf mit großer Wirkung: Auf ein kurzes Schreiben hin prasseln die Geschichten von Ehrenamtlern über 50 über #SPORTEHRENAMT herein. Gut so – denn jede Geschichte ist es wert, erzählt zu werden! (Mehr zum Hintergrund)

    „Als wir im Februar die Mitgliedsorganisationen aufgerufen haben, uns Zeitzeugen zu nennen, haben wir nicht mit diesem Rücklauf gerechnet“, lacht Dr. Eva Selic. Die LSB-Vizepräsidentin für Breitensport hatte die spontane Idee zusammen mit LSB-Präsident Stefan Klett, die Basis nach Ehrenamtler*innen zu fragen, die von ihren außergewöhnlichen Erfahrungen im Sport erzählen können und wollen.

    Gemeldet haben sich sowohl Ehrenamtliche selbst oder
    wurden von ihren Mitgliedsorganisationen anerkennend nominiert.

    Eine Übungsleiterin ist dabei, die seit Jahrzehnten – und inzwischen in hohem Alter – immer noch Seepferdchen-Kurse leitet. Ein Surfer, der das Windsurfen olympisch gemacht hat. Ein Vorstand, der die erste inklusive Skifreizeit in NRW organisiert hat. „So viele Geschichten kamen herein. Und wir haben gemerkt, dass wir nicht auswählen können und das auch nicht wollen. Wir wollen jeder und jedem Einzelnen eine Bühne bieten“, so Selic.

    So entstand das Zeitzeugen-Projekt. Über die nächsten Wochen und Monate wird sich eine LSB-Redakteurin mit allen Ehrenamtler*innen unterhalten und sich ihre Geschichte erzählen lassen. Diese Geschichten werden auf der #sportehrenamt-Seite veröffentlicht – manche in Kurzform, manche etwas länger. Vier Geschichten werden mündlich aufgezeichnet: als Podcast nämlich, im Gespräch mit den Kolleg*innen der Stabsstelle Presse und unterstützt durch LSB-Präsident Stefan Klett oder LSB-Vizepräsidentin Eva Selic. Natürlich wird auch die „Wir im Sport“ berichten und vier Geschichten herausstellen. Und zuletzt werden die Storys in einem Magazin gesammelt, das zum Abschluss des Ehrenamts-Jahres JETZT ERST RECHT! erscheinen soll – garniert mit tollen Fotos von früher. „Damit wollen wir nicht nur den Menschen Respekt erweisen, die sich Jahrzehnte ihres Lebens ehrenamtlich engagiert haben, sondern auch deren wertvollen Erfahrungsschatz teilen, von dem der Sport in NRW und wir alle profitieren.“


Rosemarie Haczkiewicz

„Ich habe mich noch nie mit jemandem gestritten. Wenn andere Freude haben, habe ich auch Freude.“

„Vor über 50 Jahren war der SC Buschhausen ein reiner Männer-Fußballverein. Wir Frauen wollten auch etwas machen – so haben wir die Turngruppe gegründet. Daraus wurde eine ganze Gymnastikabteilung mit inzwischen rund 300 Mitgliedern. Ich leite sie immer noch, gemeinsam mit meiner Stellvertreterin, die ebenfalls Gründungsmitglied ist und so alt wie ich. Der Verein ist ein soziales Geflecht, wir kümmern uns um einander. Das hat mir immer Spaß gemacht.“

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Rosemarie Haczkiewicz | Übungsleiterin und Abteilungsleiterin der Gymnastikabteilung des SC Buschhausen 1912, Frauen- sowie Seniorenbeauftragte beim SSB Oberhausen

Fotos: Andrea Bowinkelmann, Privat (Slider Foto 1-6)

Dieter Kauertz

„Ohne Schiedsrichter geht es nicht!“

„In diesem Jahr feiere ich mein 40jähriges Schiedsrichter-Jubiläum: 1981 habe ich im Amateurbereich begonnen, inzwischen bin ich als Schiedsrichter-Beobachter tätig und kümmere mich um den Nachwuchs. Das erlaubt der DFB bis zum 70sten Lebensjahr – bald muss ich also aufhören. Weil mir das Ehrenamt viel Spaß macht und ich ein positiver und kommunikativer Mensch bin, habe ich vor drei Jahren das Angebot für das Amt des Sportwartes beim Stadtsportbund Mönchengladbach angenommen.

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Dieter Kauertz | Ehrenamtlicher Vize-Präsident Sport und Sportwart SSB Mönchengladbach, langjähriger Fußball-Schiedsrichter

Fotos: Privat

Bert Gerkens

„Man sagte, ich sei ein kämpferischer Präsident.“

„Ich habe mehrere Auszeichnungen erhalten: das Bundesverdienstkreuz, die Goldene Ehrennadel des Landessportbundes NRW, außerdem bin ich Ehrenpräsident des Stadtsportbundes Mönchengladbach sowie meines Heimatvereins, dem SC Schwarz-Weiß Broich Peel. Aber Auszeichnungen spielen für mich keine Rolle. Wichtiger ist es doch, Dinge zu bewegen: Wenn ich gesehen habe, dass etwas falsch läuft habe ich überlegt, wie man es besser kann.“

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Bert Gerkens | Ehrenpräsident des SSB Mönchengladbach, Beauftragter des Sportbildungswerks Mönchengladbach

Fotos: Andrea Bowinkelmann, Privat

Alexander Maucher

„Ich war ein Pionier und
bin darauf sehr stolz.“

„Als ich in den Siebzigern mit dem Staatsexamen fertig war, kam das Windsurfen auf. Der Nachbar hatte das erste Brett mit Segel in Europa gebaut. Das war die Geburtsstunde eines neuen Sports! Anfangs gab es keine Strukturen. Ich habe die Organisation im Seglerverband betrieben, bin bis ins Präsidium aufgerückt und habe in Köln einen erfolgreichen Verein gegründet.

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Alexander Maucher | Vorsitzender der Deutschen Tandemsurfer Klassenvereinigung

Fotos: Andrea Bowinkelmann, Privat (Slider)

Walther Raffler

„Ich halte den kleinen Haufen von Cobigolf-Vereinen in Deutschland zusammen.“

„Cobigolf ist der kleine Bruder des Minigolfs. Es gab viele Anlagen in Deutschland, aber sie verschwinden nach und nach. Unsere Anlage in Essen ist 40 Jahre alt. Hier spielte unser Verein zum ersten Mal seinen Monta-Pokal aus. Eine feste Größe ist auch unser Jedermann-Turnier, das gut angenommen wird. Außerdem beteiligen wir uns regelmäßig am Stadtteilfest in Essen-Vogelsang. All das tun wir in der Hoffnung, Nachwuchs zu gewinnen.

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Walther Raffler | Präsident des Deutschen Cobigolf-Verbandes, Vorsitzender des 1. Essener Cobigolfclubs Blau-Gold

Foto: Privat

Gerd Weißpfennig

„Wir haben unter einfachsten Bedingungen trainiert, waren aber trotzdem sehr erfolgreich!“

„1953 gab es kaum Kinder und Jugendliche im TuS Querenburg. Ich überzeugte die Eltern im Stadtteil, ihre Kinder zu uns zu schicken. Das war der Einstieg in mein Ehrenamt, das ich bis zum heutigen Tag ausübe.
Zu Anfang trainierten wir unter primitiven Bedingungen. Sie verbesserten sich, als wir 1969 mit der ganzen Abteilung dem neu gegründeten Universitätssportclub Bochum beigetreten sind. 1982 wurde ich Vorsitzender des Gesamtvereins.

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Gerd Weißpfennig | Ehrenvorsitzender und Pressewart des USC Bochum

Fotos: Andrea Bowinkelmann

Alfred Beyer

„Ich habe mit 14 im Ehrenamt angefangen. Bald werde ich 79. Das Ehrenamt motiviert mich nach wie vor weiterzumachen, vor allem im Kinder- und Jugendbereich.“

„Wir sind der erste inklusive Sportverein in Mülheim. Vor 30 Jahren haben wir den ersten inklusiven Skilehrgang durchgeführt. Das war zu der damaligen Zeit nicht so einfach, damals war alles nur separiert. Wir haben auch als erster Verein in Mülheim ein Projekt mit der „Aktion Sorgenkind” [heute „Aktion Mensch“, Anm. d. Red.] gemacht: Daraus ist die erste behindertengerechte Turnhalle in Mülheim entstanden.“

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Alfred Beyer | Vorsitzender, Übungsleiter, Jugendwart beim Verein für Bewegungsförderung und Gesundheitssport in Mülheim an der Ruhr.

Fotos: Privat

Helma Winkelhardt

„Vier Wochen nach Geburt meiner Tochter habe ich die erste Gruppe übernommen.“

„Eigentlich wollte ich mit 80 aufhören. Aber das geht jetzt nicht, nicht nach dem Lockdown! Wir freuen uns, endlich wieder Sport machen zu können. Ich leite diese Gruppe seit 40 Jahren, meine Damen und ich sind gemeinsam alt geworden. Seit 50 Jahren bin ich Übungsleiterin und habe parallel selbst auf Landesebene geturnt.

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Helma Winkelhardt | Übungsleiterin Kettwiger Sportverein 70/86, ehemalige Vorsitzende

Foto: Privat

Jürgen Uhr

„Ich hatte ein sportlich und ehrenamtlich erfülltes Leben.“

„Mein Ehrenamt hat sich im Turnen abgespielt: Deutscher Turner-Bund, Westfälischer Turner-Bund, Siegerland Turngau: Immer habe ich ehrenamtlich die Öffentlichkeitsarbeit als begleitender Journalist geleistet. Das Schreiben hat mir immer Spaß gemacht, das, was ich gesehen habe, an andere weiterzugeben.

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Jürgen Uhr | 2008 aus dem Sportehrenamt zurückgezogen, vormals u.a. Pressearbeit im Deutschen Turner-Bund

Fotos: Privat

Wilfried Schauerte

„Wenn man Erfolge im Ehrenamt hat, macht man auch weiter.“

„In jungen Jahren habe ich Fußball gespielt, was ich nach einer Verletzung aufgeben musste. So habe ich mich in meinem Verein ehrenamtlich engagiert, bis zur Position des Vorstandes. Wegen meines Berufes als Leiter des Amtes für Schule und Kultur der Stadt Attendorn musste ich dies aufgeben. Doch als Amtsleiter wurde ich automatisch Geschäftsführer des Stadtsportverbandes Attendorn sowie Vorsitzender des Kreissportbundes Olpe.

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Wilfried Schauerte | Ehem. Vorsitzender des Kreissportbundes Olpe

Fotos: Privat

Bernd Finkeldey

„Ich habe dem Verein Zeit und Mühe gegeben, aber von den Kindern auch sehr viel zurück bekommen. Das war es mir wert.“

 „Als ich mit dem Schwimmen anfing – mit 11 –, waren die Leistungsschwimmer des Vereins unsere Übungsleiter. Diese Tradition habe ich später fortgesetzt und wurde so zum Übungsleiter und Trainer. Der Umgang mit Kindern hat sogar meine Berufswahl beeinflusst: Ich bin Grundschullehrer geworden. Auch nach meiner Pensionierung begleite ich immer noch den Schwimmunterricht in Schule und Verein.

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Bernd Finkeldey | Übungsleiter im 1. Bielefelder Schwimmverein 1902

Fotos: Privat

Günther Puhe

„Ehrenamt geht in jedem Alter!“

„Ich war von Kneipp immer fasziniert. Als dem Verein in den Siebzigern die Insolvenz drohte, habe ich mit einigen anderen den Verein wiederbelebt. 1991 habe ich den Vorsitz übernommen. Der Verein ist gewachsen, über die Jahrzehnte hat er eigene Räumlichkeiten angemietet und später selbst gebaut. Wir haben inzwischen 2500 Mitglieder.

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Günther Puhe | Ehrenvorsitzender Kneipp-Verein Bocholt, Vizepräsident des KSB Borken

Fotos: Privat

Michael Bienefeld

„Es ist ungeheuer wichtig, andere Menschen kennenzulernen“

„Ich habe über 50 Jahre die Lehrgänge im Sportbund Rhein-Kreis Neuss verantwortet. Wir haben viel mit den Schulen zusammengearbeitet: Zum Beispiel haben wir die Gruppenhelfer-Ausbildung in den Schulen installiert – Schulsporthelfer hieß das damals. Wir haben auch Lehrgänge für Grundschullehrerinnen und -lehrer angeboten, ÜL im Breitensport für Grundschulkinder, denn die meisten haben Sport nicht studiert. Hervorragende Leute waren dabei!

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Michael Bienefeld | Lehrgangsleiter und ehemaliger Vorstand des Sportbundes Rhein-Kreis Neuss

Fotos: Privat

Cordula Meisgen

„Ich bin eine von einer Million.“

„Das Ehrenamt erfüllt mich mit großer Zufriedenheit. Ich kann neben meiner Leidenschaft für Sport mein betriebswirtschaftliches Fundament einbringen, aber auch meine Liebe zu Veranstaltungen. Damit sind wir sehr erfolgreich: Alle zwei Jahre richtet unser Verein das Krefelder „Weihnachtsmärchen on Ice“ aus, eine Krefelder Institution mit 200 Kindern und Jugendlichen auf dem Eis und 8000 Zuschauern je Vorstellung.

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Cordula Meisgen | Vorsitzende Eissport-Verein Krefeld, stellv. Vorsitzende SSB Krefeld, Präsidiumsmitglied im Eissportverband NRW

Fotos: Andrea Bowinkelmann

Heinrich Gundlach

„Ich gehe gerne und
intensiv mit Menschen um.“

„Ich bin Vorsitzender meines Vereins, war lange im Vorsitz des KSB Wesel und sowie Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Xanten. Ich habe viele glückliche Momente erlebt: Zum Beispiel die Anerkennung der Integrationsleistungen unseres Vereins durch die „Sterne des Sports“. Oder als die Athletin, die ich trainiert habe, in einem hochspannenden Wettkampf die Deutsche Jugendmeisterschaft im Diskuswerfen gewonnen hat. Alles sehr emotionale Momente, die mein Ehrenamt ausmachen. Das Ehrenamt hat mir immer Spaß gemacht, mit allen Höhen und Tiefen.“

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Heinrich Gundlach | Heimatverein TuS Xanten, Ehrenvorsitzender KSB Wesel

Fotos: Privat

Günther Nülle

„Ich habe nie die Konfrontation gesucht – ich  habe immer mit den Menschen gesprochen.“

„Anfang der Sechziger bin ich in den KSCH eingetreten. 1969 habe ich meinen Übungsleiterschein gemacht und bin dadurch mit dem LSB in Kontakt gekommen. Dort erfuhren wir, dass wir die Jugendordnung anpassen und so mehr Mitspracherecht haben könnten. Plötzlich fanden wir uns zu dritt im Vorstand wieder! Wir wollten die Opposition gegen die Alten sein. Aber dann sahen wir, dass die Herausforderungen anders waren als wir vermutet hatten. Das hat uns Respekt vor der Vereinsarbeit gelehrt.

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Günther Nülle | Kanu-Segel-Club Hemer, Vorsitzender des KSB Märkischer Kreis

Foto: Privat

Theo Haarkötter

„Ich will Menschen animieren und helfen.“

„Ich bin 85 und habe letztes Jahr mein fünfzigstes Sportabzeichen abgelegt. Aber ich nehme auch selbst Sportabzeichen ab. Dass Menschen sich dafür interessieren, ergibt sich von selbst: Sie kommen zu mir und fragen, ob sie nicht auch mal versuchen können, das Abzeichen zu machen. Ich bin Vorbild für viele.
Von der Stadt Mülheim habe ich die Ehrenspange für 60 Jahre Ehrenamt erhalten. Ich war nicht nur Abteilungsleiter bei den Leichtathleten des SV Heißen, sondern auch im Siemens-Gesamtbetriebsrat. Geehrt wurde ich für mein Engagement im Sport sowie im Sozialen.“

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Theo Haarkötter | MSV 07 sowie SV Heißen

Fotos: Privat

Walther Lonnes

„Die Arbeit mit der Jugend war eine Herzensangelegenheit.“

„1953 habe ich begonnen Hockey zu spielen. 1964 bin ich ans Ehrenamt gekommen, als Nachfolger des damaligen Jugendwartes meines Vereins. Dann führte die Leiter aufwärts: Bezirksjugendwart, Verbandsjugendwart, Bundesjugendwart, Vizepräsident Sport im Deutschen Hockeybund, Präsident des Hockey-Verbandes. Ich war allerdings nie ein reiner Funktionär, ich stand immer mit am Spielfeldrand und hatte engen Kontakt zu den Mannschaften.

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Walther Lonnes | Ehemaliger Präsident des Westdeutschen Hockey-Verbandes, Heimatverein HTC Schwarz-Weiss Neuss

Foto: Privat

Theo Holzmann

„Ich war sehr früh up to date.“

„Eigentlich bin ich Oberstaatsanwalt. Aber weil ich mich früh mit Computern beschäftigt habe, habe ich als IT-Dezernent gearbeitet. Von 1975 bis 1990 war ich Geschäftsführer des Sportbundes Rhein-Kreis Neuss, parallel – und bis heute – Geschäftsführer meines Vereins. 1986 bekam ich beim KSB den ersten Computer. Ich habe selbst Programme geschrieben, die mir die Arbeit erleichterten. Ebenso in meinem Verein: Eine Software, wie wir sie brauchen, gibt es nicht, die habe ich ebenfalls selbst entwickelt.

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Theo Holzmann | Geschäftsführer Turnverein "Germania" 1896 Wevelinghoven

Foto: Privat

Hans Vogt

„Die Frage, wie ich das alles hingekommen habe, stelle ich mir rückblickend auch.“

„Mein Vater und seine Geschwister haben 1899 den TV Wanheim gegründet. Ich selbst bin 1946 als Schüler eingetreten. Das Ehrenamt kam schnell, man wuchs da einfach rein. Ich wurde Riegenführer und leitete plötzlich 10, 12 Jungen an, die kaum jünger als ich waren. Das steigerte sich über die Jahre, bis ich zuletzt 20 Jahre lang Vorsitzender des TV Wanheim war.

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Hans Vogt | TV Wanheim, Fachschaftsleiter für die Abteilung Turnen beim SSB Duisburg, Beauftragter für Sport mit Älteren beim Turnerverband Rhein-Ruhr

Fotos: Privat

Herbert Holtmann

„Das Ehrenamt verändert die Person und macht die Person.“

„In unserem Haus wohnte Herta Rohde, eine Übungsleiterin im Styrumer TV. Sie hat mich mit dreieinhalb an die Hand genommen – seitdem bin ich im Verein. Ich habe mit den anderen Jugendlichen eine sehr intensive und schöne Zeit verlebt. Aus den Freundschaften sind sogar mehrere Ehen entstanden, auch meine. Vor 40 Jahren haben wir das Ehepaar-Turnen ins Leben gerufen. Auch das gibt es bis heute, mit immer noch 20 aktiven Personen. Es erfüllt mich mit einem tiefen Glücksgefühl, wenn ich an die gemeinsamen Urlaubsfreizeiten denke.

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Herbert Holtmann | Styrumer Turnverein, Vorsitzender Kaiserbergfest sowie Turnverband Rhein-Ruhr

Fotos: Privat

Eric Grützenbach

„Der Sport an sich, ob als Spieler oder als Coach, war immer meine größte Motivation.“

„Football war immer mein Traum. Darum habe ich 1980 mit Freunden den Verein gegründet. Eigentlich wollte ich nur Football spielen, musste dann aber mit 20 direkt Verantwortung auf ganz anderer Ebene übernehmen, zum Beispiel mit Ämtern kommunizieren. Unsere Sportart wurde oft nicht ernst genommen. Das war nicht immer einfach, doch zum Glück hat sich das über die Jahrzehnte geändert. Heute können wir auf die Kontinuität der Jets stolz sein, denn wir gehören zu den ältesten Footballteams in Deutschland.

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Eric Grützenbach | Präsident und Trainer beim American Football Club Troisdorf Jets

Fotos: Andrea Bowinkelmann, Privat

Dietmar Schulze

„Das soldatisch-zackige rutscht mir manchmal raus, das finden die Kinder und die Eltern toll.“

„Ich war 33 Jahre lang Berufssoldat. Als ich in Jever stationiert war, wurde ich motiviert, meine Lehrscheinausbildung zu machen. In der Bundeswehr habe ich dann Soldaten das Schwimmen und das Rettungsschwimmen beigebracht, im zivilen Leben Kindern und Jugendlichen und auch Erwachsenen. Seit 1967 stehe ich jeden Montag in der Schwimmhalle – unterbrochen nur durch ein Jahr!

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Dietmar Schulze | Schwimmlehrer bei der DLRG Ortsgruppe Goch

Fotos: Privat

Marlene Johanne Strenger

„Das ist mein Leben, damit bin ich geboren.“

„Ob das Ehrenamt sich verändert hat? Das kann ich gar nicht sagen, weil es für mich so selbstverständlich ist. Ich war Bezirksfrau in der Kirche, bin Übungsleiterin in meinem Verein, biete im Seniorenheim Bewegungstherapie an, gebe Kurse in der Familienbildungsstätte, bin in einer Theatergruppe und in zwei Fördervereinen aktiv. Ich brauche immer etwas Neues, ich will nicht stehen bleiben. Meine Mutter und meine Großmutter waren auch so: neugierig, kontaktfreudig, hilfsbereit.

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Marlene Johanne Strenger | Übungsleiterin Mellinghofer TV

Fotos: Privat

Alfred Schlya

„An den Biertischen wurde oft mehr besprochen als auf den Kongressen selbst.“

„Ich war jahrzehntelang Schach-Funktionär und habe Deutschland in der ganzen Welt vertreten. Rund 50 Länder habe ich bereist. Die Begegnungen mit den Menschen waren das Wichtigste für mich. Ich konnte sogar Freundschaft mit dem Präsidenten von Kasachstan schließen. Als Geschenk habe ich ihm eine CD mit seinem Lieblingslied besorgt, die später seine Tochter beim Autofahren gerne hörte.

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Alfred Schlya | Ehrenpräsident Deutscher Schachbund, Ehrenpräsident Schachbund NRW, Ehrenpräsident Oberhausener Schachverein

Fotos: Privat

Andy Bischoff

„Ich bin jemand, der die Bananenschale in den Mülleiner wirft, bevor jemand ausrutscht.“

„Sie laufen auf einem Gehweg, auf dem eine Bananenschale liegt. Manche Menschen steigen darüber weg. Manche Menschen motzen, weil dreckig ist. Und manche Menschen räumen die Bananenschale in den Mülleimer, damit niemand ausrutscht. Ich bin ein Wegräumer, und so gestalte ich mein Ehrenamt. Ursprünglich war ich Sportschütze, Breitensporttrainer und Jugendleiter im Sportschießen, Bezirksjugendleiter, Kreisvorsitzender.

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Andy Bischoff | Linedance-Trainer TFC Ohler

Fotos: Privat

Friedhelm Krahwinkel

„Leute grüßen mich auf der Straße mit „Hey Ex-Trainer, wie geht´s denn?“

„Mein Sport ist der Fußball. Seit 1983 habe ich meine Trainer B-Lizenz und trainiere Jugendmannschaften. In meiner ersten Mannschaft trainierte ein Junge, Helmut De Raaf, der auch Eishockey spielte. Er ist später Eishockey-Nationaltorhüter geworden! Damit hatte ich aber nichts zu tun …

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Friedhelm Krahwinkel | Jugendleiter, Trainer und Pressewart beim BV Neuss Weckhoven

Fotos: Privat

Kay Milner

„Ich stand dem Hockey gegenüber in der Verpflichtung.“

„Hockey ist unser Familiensport. Ich habe in der Bundesliga gespielt, mein Vater war Nationalspieler und auch Funktionär – ich stand dem Hockey gegenüber also regelrecht in der Verpflichtung.
Wir haben sogar deutsche Sportgeschichte geschrieben: Unser Verein hat 1985 und 1986 an den ersten deutsch-deutschen Hockeyspielen teilgenommen! Es gab damals den deutsch-deutschen Sportkalender, eine innerdeutsche Wettkampfvereinbarung, bei der Vereine aus beiden Teilen Deutschlands gegeneinander antraten.

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Kay Milner | Bonner Tennis- und Hockey-Verein, Vorstand im SSB Bonn

Fotos: Privat

Günther Nülle

„Ich habe nie die Konfrontation gesucht – ich  habe immer mit den Menschen gesprochen.“

„Anfang der Sechziger bin ich in den KSCH eingetreten. 1969 habe ich meinen Übungsleiterschein gemacht und bin dadurch mit dem LSB in Kontakt gekommen. Dort erfuhren wir, dass wir die Jugendordnung anpassen und so mehr Mitspracherecht haben könnten. Plötzlich fanden wir uns zu dritt im Vorstand wieder! Wir wollten die Opposition gegen die Alten sein. Aber dann sahen wir, dass die Herausforderungen anders waren als wir vermutet hatten. Das hat uns Respekt vor der Vereinsarbeit gelehrt.

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Günther Nülle | Kanu-Segel-Club Hemer, Vorsitzender des KSB Märkischer Kreis

Foto: Privat


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